Lo'Ky der Vertrauenswürdige

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Lo'Ky der Vertrauenswürdige

Beitrag von Das Sprachrohr am Fr Dez 16, 2016 4:57 pm



Zeit spielte eigentlich keine Rolle.

Wer erst einmal unsterblich war, wer zwischen den Realitäten zu wandeln wusste, für den wurde das Konzept der Zeit nur zu einem weiteren Aspekt, den es zur Erfüllung seiner Pläne zu manipulieren galt.

Er konnte vorwärts und rückwärts in der Zeit wandeln, und sich so die Gelegenheiten erschaffen, die er brauchte, um seine Ziele zu verwirklichen.


Klingt kinderleicht. Wer kann mich da noch aufhalten?


Tja, der einzige Haken an der Sache war, das andere das auch schon vor langer Zeit verstanden hatten. Nur die wenigsten von ihnen konnten durch die Zeit wandeln - aber viele konnten durch die Zeit sehen.


Und das Blödeste an der Sache ist, das die Spielzeuge und Spielfiguren seines kosmischen Spiels das inzwischen auch recht gut konnten.

Und leider keinerlei Interesse daran hatten, von ihm gesteuert, geführt und manipuliert zu werden. Oder gar verändert. Das wollten nur wenige - und die waren langweilig und uninteressant.

Ärgerlich.

Auch wenn Lo'Ky sich daher größte Mühe dabei gab, bewusst sinnlose Dinge, Ablenkungen und Zufälle in seine Pläne einzubauen, waren die Gegner - also sowohl die Mitspieler ALS AUCH die Spielfiguren und Spielzeuge selbst - in seinem kosmischen Spiel hier durchaus dazu in der Lage, dies früher oder später zu durchschauen.

Es war also nur eine Frage der Zeit, bis sie es durchschaut hatten - und da Zeit bekanntlich keine Rolle spielte - musste er ihnen also stets den einen oder anderen Schritt voraus sein, den sie dann wiederum vorhersehen konnten.

Zumindest theoretisch.

Praktisch kam da ja noch der echte Zufall dazu - ja, so etwas gab es tatsächlich. Zwar nur sehr selten, aber daher umso entscheidender.

Das Ganze war selbst ihm ein wenig zu verwirrend geworden, und um seine Erfolgsaussichten zu steigern, hatte es Lo'Ky sich angewöhnt, seine Persönlichkeit jedesmal zufällig zu verändern, wenn er einen Anflug von Stagnation oder Langeweile ob seiner selbst empfand.

Wenn ich mich selbst schon nicht verstehe, und nicht weiß, wie ich in Zukunft denken und handeln werde - welcher Mitspieler, welche Spielfigur, welches Spielzeug soll dann noch aus mir schlau werden?


Das Ganze hatte allerdings auch den Nachteil gehabt, das die paar ihm ... na ja ... nicht intuitiv feindlich gesonnenen, zumindest nicht automatisch auf Ablehnunug bedachten Mitspieler des kosmischen Spiels - wie wurde das gleich genannt ... ahhh, ja ... SCHICKSAL ..., nun das jene paar ihm danach ebenso feindselig oder zumindest mißtrauisch begegneten wie alle anderen auch. Was eigentlich nicht so tragisch war.

Er erinnerte sich, einmal einen Satz zu einer Spielfigur aus der fernen Vergangenheit, einem gewissen NeT'An'Ja'Huu, in einem altmodischen Medium namens HAARETZ gelesen zu haben.

"NeT'An'Ja'Hu hat nur zwei Arten von Freunden: Diejenigen, die er bereits verraten hat, und diejenigen, die er noch verraten wird."


Diese Aussage erfreute ihn jedesmal auf's Neue.


Der Gott des Wandels, sein Patron, hatte ebenfalls Gefallen an der Idee gefunden, und Lo'Ky so mit dem Titel "der Vertrauenswürdige" ausgezeichnet.

SEHR GUT! AUSGEZEICHNET!

Nun, und derzeit arbeitete er daran, das Werk eines anderen kosmischen Spielers zu Fall zu bringen ... oder besser ... es sogar zu übernehmen.

"Imperium" wurde es genannt. Er hatte dafür gesorgt, das es alles auf einmal war: Der Kriegsgrund, das Schlachtfeld, und der Siegpreis.

Und das Faszinierendste an der ganzen Sache war, das hier eine dieser Situationen entstanden war, die letztlich vom ZUFALL entschieden werden würde !


Einem so relevanten, wichtigen, und großen Zufall war Lo'Ky noch nie begegnet.

Eine so spannende Episode hatte er - bisher - noch nicht erlebt.


Doch nun war es an der Zeit, seine Spielfiguren einander vorzustellen. Denn er hatte herausgefunden, dass sie sich so viel besser steuern und manipulieren ließen, wenn sie glaubten, ihr eigenes Spiel spielen zu dürfen.


Also fuhr er in den für ihn vorbereiteten Körper, und begann zu reden:

"Ihr Kämpfer gegen das Imperium, ihr Bringer der Zerstörung, ihr Agenten der Umwälzung."

"Seit sehr langer Zeit hat es keine Streitmacht so gewaltig mehr gegeben, kein Schlachtfeld so wichtig, keinen Sieg so entscheidend - und keinen Preis so wertvoll!"

"Ich grüße jeden Einzelnen euch, die wir heute hier versammelt sind:"

"Gegrüßt seiest Du, Dunkler Apostel Eurikles, der Du das Wort in Dir trägst!"

"Gegrüßt seiest Du, Lord Gonorrhoe, der Du das Werk zweier Götter verrichtest! Und all dies hier selbst geschaffen und (mit-)ermöglicht hast."

"Gegrüßt seiest Du, Grimrog Eiertreter, Moscher und Tiefschläger! Denn Dein (Mit-)Waaaggghh ist es, zu dem wir uns alle zusammengefunden haben."

"Gegrüßt seiest Du, Käpt'n Grig Stinkhirn, dessen Schlag ebenso vernichtend ist wie seine ... äh ... Kunst!"

"Gegrüßt seiest Du, höllischer Archon, Bringer der Schmerzen, Versprüher des Giftes, Herr der Pein."

„Gegrüßt seist Du, selbst Mir Unbekannter, Oberster Moscher des Fremden Waagghhh.“

„Gegrüßt seist Du, fremder und damit unbekannter Soldat – der Du mit deinem Namen sonst nur Gräber schmückst.“

„Gegrüßt seist Du, Ignaz, Gehörnter Vergießer großer Mengen Blutes. Schlächter der Massen. Verschlinger von tausend Welten – und hoffentlich bald auch von … SVARTALFHEIM!“

„Gesundheit.“

„Danke, Lord Gonorrhoe.“ Komisch, mir schien es gerade so, als hätte da noch jemand dieses Wort in den Warp hineingesprochen.

„Gegrüßt seist Du, Mit-Weber des Schicksals. Mögest Du Dich in seinen Fäden nicht verfangen und verheddern …

„Gegrüßt seist Du, Investigator. Es freut mich, ein solch vertrautes Gesicht in den Reihen VOR mir marschieren zu sehen. Koste einmal selbst von dem wunderbaren Werk das du einst im Zusammenspiel mit Krr’Ch’Nerr erschaffen, und für all die Jahre gehegt und gepflegt hast.“


„Ich bin Lo’Ky – der Vertrauenswürdige."


„Nun, da wir einander vorgestellt haben, lasset uns mit den letzten Vorbereitungen beginnen – ehe wir als die Apokalyptische Flut über diese Welt Laertes Vitium und im Anschluss daran über das gesamte Imperium hereinbrechen!“
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